Kind & Kohle Magazine
SaisonSt. Martin mit Kindern: Laternen, Umzug & die Geschichte einfach erklärt
Am 11. November ziehen Kinder mit Laternen durch die Straßen. Wer war Martin eigentlich, wie erzählt man die Geschichte kindgerecht, und was brauchen Sie für den Abend wirklich?
Von Redaktion Kinderkostenrechner · Recherche: 05.09.2026

Historische Person und Legende auseinanderhalten
Zwei Dinge werden oft vermischt. Zum einen gab es eine historische Person: Martin von Tours, der im 4. Jahrhundert lebte, zunächst als römischer Soldat und später als Bischof von Tours. Zum anderen gibt es die überlieferte Legende von der Mantelteilung, die vor allem als Erzählung wirkt – nicht als belegtes Ereignis mit Datum und Ort.
Gut zu wissen: Bräuche und Legenden
Der 11. November
Der Martinstag wird am 11. November begangen. Umzüge finden je nach Ort auch an anderen Abenden statt – wann in Ihrer Nachbarschaft gelaufen wird, erfahren Sie nur vor Ort, etwa über Kita, Schule oder Gemeinde. Wir können keine Termine nennen.
Ein Produktbeispiel
Nur ein Beispiel, weil zum Martinstag wenig Gekauftes nötig ist. Das ist ausdrücklich kein Laternenbausatz und kein Testergebnis.
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Buntstifte mit Anspitzer
Für ein gemaltes Papiermotiv, das an der Laterne befestigt oder ins Fenster gehängt wird. Ausdrücklich kein Laternenbausatz.
16,99 € Zur Produktseite
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Die Geschichte kurz nacherzählt
Eine kurze Fassung zum Vorlesen, in eigenen Worten:
An einem sehr kalten Abend reitet ein Soldat auf ein Stadttor zu. Dort sitzt ein Mann, der friert und fast nichts anhat. Die Menschen gehen vorbei, weil sie es eilig haben. Der Soldat hält an. Er hat nur seinen Mantel dabei, und der gehört ihm nicht ganz allein. Also nimmt er sein Schwert, teilt den Mantel in zwei Stücke und gibt eines davon dem Mann am Tor. Beide haben nun weniger, als sie bräuchten – und beide frieren weniger, als wenn niemand etwas gegeben hätte. Später erzählt man sich, dass der Soldat in derselben Nacht träumte, der Mann am Tor sei Jesus gewesen.
Unser Tipp: Frage zum Weiterdenken
Drei Wege zur Laterne
Wir liefern hier keinen geprüften Bausatz und keine Bauanleitung mit Maßangaben, sondern drei Wege, die Familien üblicherweise gehen.
1. Die Kita-Laterne weiterverwenden
Viele Laternen entstehen ohnehin in der Kita. Zu Hause reicht dann oft ein neuer Stab oder ein frisches Licht. Vor dem Losgehen prüfen, ob Bügel und Aufhängung noch fest sitzen.
2. Aus einem vorhandenen Gefäß
Ein sauberes Glas oder ein stabiler Karton wird mit Transparentpapier beklebt und mit einem gemalten Motiv versehen. Das Kind malt, Sie kleben – so bleibt die Laterne wirklich die des Kindes.
3. Gekaufte Laterne anpassen
Auch eine fertige Laterne wird persönlich, wenn ein gemaltes Papiermotiv daran befestigt oder der Stab getauscht wird.
Gut zu wissen: Licht und Brandgefahr
Fragen an die Veranstalter
- Wo genau ist der Treffpunkt, und wann startet der Zug?
- Wie lang ist die Strecke, und gibt es eine Abkürzung für kleine Kinder?
- Ist die Strecke für Kinderwagen befahrbar – Bordsteine, Kopfsteinpflaster, Wiese?
- Gibt es einen Abschluss mit Feuer, und wie weit steht man davon entfernt?
- Was passiert bei Regen: verschoben, verkürzt oder abgesagt?
- Sind Hunde erlaubt, und wo darf man parken?
Ein kurzer Abendplan
- Früh und warm essen – ein Umzug dauert länger, als er aussieht.
- In Schichten anziehen, Mütze nicht vergessen; im Stehen wird es schnell kalt.
- Licht prüfen, Ersatzbatterien einstecken.
- Am Treffpunkt ausmachen, wer wen an der Hand hat.
- Nach 20 Minuten kurz nachfragen, ob es noch passt – und notfalls abkürzen.
- Zu Hause: warmes Getränk, Laterne an einen festen Platz, Geschichte noch einmal erzählen.
Teilen als roter Faden
- Gebäck backen und mit den Nachbarn teilen, bei denen Sie vorbeikommen.
- Zusammen aussortieren: eine Kiste Kleidung oder Spielzeug für eine Sammelstelle in Ihrer Nähe.
- Das Licht teilen: eine zweite Laterne für ein Kind, das keine hat.
- Eine Woche lang jeden Abend eine Sache nennen, die jemand für einen anderen getan hat.
